SPD-Kandidat Tarek Saad erfolgreich mit jugendlichem Elan

Die SPD im Kreis Segeberg setzt auf den politischen Nachwuchs. Die Delegierten im Landtagswahlkreis 26, Segeberg-Ost, nominierten den 28-jährigen Tarek Saad aus Trappenkamp als Wahlkreiskandidaten.

Tarek Saad, Kandidat der SPD im Landtagswahlkreis Segeberg-Ost
SPD-Wahlkreiskonferenz zur Landtagswahl 2022 - Tarek Saad als Kandidat gewählt Bild: SPD

Saad setze sich bei der Abstimmung im Bürgerhaus Trappenkamp am 29. September im ersten Wahlgang gegen seinen Mitbewerber Jens Kahlsdorf (61) aus Norderstedt durch.

Der junge Kandidat ist in Syrien geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur arbeitete er dort als Journalist unter den schwierigen Bedingungen das Assad-Regimes. Nach einer Schussverletzung kam er 2014 nach Deutschland und fand in Schleswig-Holstein ein neues Zuhause. Als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung steht er kurz vor dem Abschluss seines Studiums.

Saad kritisiert Kieler Jamaika-Koalition

In seiner Vorstellungsrede kritisierte er die Jamaika-Koalition für den Stillstand bei wichtigen Infrastrukturprojekten. Fünf Jahre sei der Ausbau der Windenergie blockiert worden, die Autobahn A 20 sei keinen Meter vorangekommen. Schleswig-Holstein brauche 17.000 Ladestationen für Elektroautos, damit die elektrische Mobilität alltagstauglich werde. Die Ausstattung der Schulen müsse besser werden, gerade mit Blick auf die Digitalisierung. Und er wusste die Versammlung emotional zu packen, als er über seine Teilnahme an der Bundestagswahl am vorangegangenen Sonntag berichtete: „Ich war seit Generationen der Erste in meiner Familie, der an einer demokratischen Wahl teilgenommen hat.“

Ausführliche Diskussion, eindeutiges Ergebnis

In der einstündigen Diskussionsphase musste sich die Bewerber auch zu Themen wie ÖPNV, Bildung, Gewerbesteuer und Straßenausbaubeiträgen positionieren. Ein Delegierter hatte allein einen Katalog von sieben Fragen mitgebracht, die erörtert wurden.

Nachdem Versammlungsleiterin Cordula Schultz den Wahlgang aufgerufen hatte, trafen die 30 Delegierten eine deutliche Entscheidung. 18 stimmten für Tarek Saad, acht für Jens Kahlsdorf, vier enthielten sich. Mit einem lauten und freudigen Ja nahm der junge Landtagskandidat die Wahl an.