Großes Interesse an den fünf Bewerbungen

SPD startet Vorstellungsrunden zur Bundestagskandidatur im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte.

Videokonferenz am 18.08.2020
Videokonferenz am 18.08.2020

Die doppelte Premiere ist geglückt. Mit über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete am Dienstag, 18. August, die erste Vorstellungsrunde der Bewerberin und der Bewerber für die Direktkandidatur der SPD zur Bundestagswahl im Wahlkreis 8, Segeberg/Stormarn-Mitte. Coronabedingt fand die Veranstaltung erstmals als Videokonferenz statt.

Eine Premiere war die Veranstaltung auch für Miriam Huppermann und ihre vier männlichen Mitbewerber Bengt Bergt, Jens Kahlsdorf, Tobias Schloo und Tobias Weil. Alle fünf gehen erstmals in das Rennen um die Wahlkreiskandidatur.

Katrin Fedrowitz, Vorsitzende der SPD im Kreis Segeberg, führte durch die Veranstaltung: „Es ist erfreuend zu sehen, was für eine Vielfalt wir bei den Bewerberinnen und Bewerbern haben. Genauso freue ich mich über das große Interesse der Partei, die Kandidierenden kennenzulernen. Ich bin mir sicher, dass die Genossinnen und Genossen im Wahlkreis, den besten Bewerber oder die beste Bewerberin zur Bundestagswahl aufstellen werden.“ Die zugeschalteten SPD-Mitglieder aus dem Wahlkreis konnten online Fragen an die Runde stellen – mehr als in den 90 Minuten beantwortet werden konnten. Das Spektrum der Themen war breit gefächert – von der Cannabis-Legalisierung bis hin zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Die insgesamt fünf Kandidierenden stellten zu Anfang kurz die Schwerpunkte ihrer Bewerbungen vor.

Bengt Bergt möchte als Betriebsratsvorsitzender vor allem die Arbeitnehmerrechte in den Vordergrund stellen. Insbesondere für Menschen, die kein Home-Office machen können, müsste eine entsprechende Betreuungsinfrastruktur für Kinder ausgebaut werden.

Miriam Huppermann stellt die Sicherheitspolitik in den Mittelpunkt ihrer Kandidatur. Schwindender Respekt in der Gesellschaft, wie er sich in Angriffen auf Polizistinnen und Polizisten äußert, sei ein Problem.

Jens Kahlsdorf machte klar, dass es für die SPD kein „weiter so“ geben dürfe, sollte die Partei den Anspruch haben, Politik aktiv mitgestalten zu können. Im bedingungslosen Grundeinkommen sieht er eine Maßnahme für mehr soziale Gerechtigkeit.

Tobias Schloo möchte Wohnen als Grundrecht verankern. Dadurch würde der Staat gezwungen werden, hier noch aktiver für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Die Digitalisierung und Schaffung digitaler Infrastruktur sei eine der großen aktuellen Aufgaben.

Tobias Weil setzt Akzente beim Klimaschutz. Nur mit drastischen Maßnahmen seien die deutschen Klimaschutzziele noch einzuhalten.

Da der Wahlkreis auch Teile des Kreises Stormarn abdeckt, nahm auch Lukas Zeidler, stellvertretender Vorsitzender der SPD Stormarn an der Videokonferenz teil: „Die Veranstaltung war von der Vielfalt der Bewerbenden gekennzeichnet. Mit verschiedenen Schwerpunkten ihrer Bewerbungen hat jeder und jede einzelne ihre ganz besonderen Stärken. Dies macht solche Vorstellungsrunden so spannend.“

Unter den Anwesenden war auch der frühere örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Franz Thönnes. Seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2017 ist der Wahlkreis von der SPD nicht mehr im Bundestag vertreten.  Voraussichtlich Ende November werden Delegierte aus den im Wahlkreis gelegenen SPD-Ortsvereinen einen die Direktkandidatin oder den Direktkandidaten aufstellen. Bis dahin werden noch zwei weitere digitale Vorstellungsrunden stattfinden.